ADAC Kart Masters

Schicksalsschläge beim Kart Masters Finale 2018

Das Prokart Raceland in Wackersdorf war am vergangenen Wochenende Schauplatz des ADAC Kart Masters Finale 2018. 32 Piloten kämpften auf der knapp 1200 Meter langen Strecke um die letzten Meisterschaftspunkte. Als Tabellenfünfter ging darunter auch Ronny Tabakovic von Neu Racing an den Start.

Neben einer starken KZ2 Besetzung musste das Team erneut gegen widrige Wetterbedingungen ankämpfen. Tabakovic, welcher bei der WM 2017 auf dieser Strecke viel Erfahrung sammeln konnte, fiel der ständige Wechsel zwischen nasser und trockener Piste leicht. Bereits das WarmUp am Samstagmorgen war mehr als vielversprechend. Auch im Qualifying war der Kaiserslauterer bis zur letzten Minute auf Top Kurs, als ein technischer Defekt eines anderen Fahrers Tabakovic in seiner schnellen Runde dazu zwang, vom Gas zu gehen. „Wir waren bis zur letzten Runde auf Platz drei. Da die Strecke immer mehr abtrocknete, wusste ich, dass meine letzte Runde perfekt passen musste. Durch den Ausfall vor mir musste ich stark bremsen und die Runde war kaputt.“, zeigte sich Tabakovic enttäuscht. Somit musste der Förderpilot des ADAC Pfalz die Heats aus dem Mittelfeld von P16 angehen.

Während Tabakovic sich im ersten Vorlauf bereits auf Platz 10 verbessern konnte, musste er sich nach einer unverschuldeten Spoilerstrafe im zweiten Lauf mit dem 17. Rang abfinden.

Das erste Rennen am Sonntag wurde auf regennasser Piste ausgetragen. Für den Neu Racing Piloten fiel die erneute Umstellung gewohnt einfach. Nach 16 Rennrunden sah sich Ronny bereits auf Platz acht in den Top 10. „In der Meisterschaft wird es jetzt noch einmal spannend. In den beiden Finalläufen dürfen wir uns keine Fehler erlauben“, so Teamchef Dirk Neu nach dem zufriedenstellenden ersten Lauf.

Dass das Team ohne Zweifel den Speed für die Top 5 hat, bewies Ronny dann im zweiten Lauf am Mittag. Schon nach der zweiten Runde fand sich der 17-Jährige auf Platz vier. Beim Versuch, den Tabellenfünften auf Platz drei zu überholen, unterlief Tabakovic dann aber ein vermeidbarer Fehler, welcher ihn auf Platz sieben zurückspülte. „Ich musste an ihm vorbei, um unter die Top 5 zu gelangen. Leider habe ich den Angriff etwas zu früh gestartet und musste den Überholvorgang abbrechen, um einen Unfall zu vermeiden. Es ärgert mich sehr, aber das ist nun mal das Lehrgeld, das man dafür bezahlt.“, ärgerte sich Ronny nach dem zweiten Lauf.

Da das dritte Rennen nach dem Ergebnis des Qualifyings gestartet wurde, standen die Zeichen für Tabakovic auf dem 16. Platz nicht optimal, jedoch wollte das Team noch einmal alles geben. Auf einer wechselhaften Strecke schaffte es Ronny nach einigen engen Positionskämpfen erneut auf Platz neun unter die Top 10.

Trotz der guten Leistungen in den Rennen reichte es am Ende mit einem knappen Abstand „nur“ für Platz sechs in der Meisterschaft.

„Der Vorfall im Qualifying hat uns das Wochenende kaputt gemacht. Die Chancen standen gut, unser Speed war zu jeder Zeit da, aber das Schicksal hat uns erneut einen Strich durch die Rechnung gemacht.“, zeigte sich Tabakovic enttäuscht.

Für den jungen Förderpiloten ist das aber noch nicht das Ende der Saison. In der kommenden Woche blickt die ganze Welt auf die Schaltkart Weltmeisterschaft im belgischen Genk, in der auch Tabakovic um einen Finaleinzug unter die 34 besten Piloten der Welt kämpfen wird.

 

Foto: Racepics

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